Station 3 „Auwald“

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Tiere

Biber

Der Biber – Baumeister im Schotterteich

Lebensraum

See
Nagespuren vom Biber
Nagespuren vom Biber

An einigen Bäumen am Pleschinger See erkennt man die Nagespuren des größten Säugetieres Europas: Dem Biber. Er wird zwanzig bis dreißig Kilo schwer und bis zu 137 cm lang. Davon entfallen rund dreißig bis fünfunddreißig Zentimeter auf den beschuppten Schwanz, der ihm zum Schwimmen dient und mit dem er bei Gefahr laut hörbar auf die Wasseroberfläche klatscht. Seine Schneidezähne wachsen ständig nach. Damit sie der hohen Belastung beim Anknabbern von Bäumen standhalten, sind sie mit Eisen verstärkt. Außerdem besitzt der Biber ein sehr dichtes Fell (bis zu 23.000 Harre/cm²).

Der Biber lebt an Flüssen und Seen. Hier richtet er sich ein festes Revier für seinen Bau und die Nahrungssuche ein. Ist das Ufer steil genug, gräbt er sich einen Bau in die Erde. Wenn das Ufer flach ist, errichtet er einen Bau aus Ästen und Schlamm. Der Bau liegt immer direkt am Wasser, der Eingang liegt unter Wasser. Eine große Biberfamilie hat mehrere Baue im Revier. Während dem Winter lebt die Biberfamilie aber meist gemeinsam im Hauptbau. Die Biberfamilie besteht aus dem Biberpärchen und den Jungtieren, die in den letzten beiden Jahren geboren wurden.

Biber fressen im Sommer vor allem vor allem Wasserpflanzen, Gräser und Kräuter. Im Winter werden sie zum Rindenspezialist und ernähren sich von den Trieben verschiedener Bäume und Sträucher (vor allem Weiden und Pappeln). Um im Winter an die frischen Äste in der Baumkrone zu gelangen, fällen sie auch Bäume. Das Futter wird in der Regel zu einem bestimmten Nahrungsplatz am Ufer getragen und erst dort verzehrt. Im Winter bauen Biber auch Nahrungsflöße aus Ästen direkt vor dem Bau im Wasser.

 

Entspannen

Achtsamkeit
Atemübung
Geschichte
Körperübung
Visualisieren

Jahreszeit

Symbol

Frühjahr

Symbol

Sommer

Symbol

Herbst

Symbol

Winter

Dauer

5 Min

Alter

Erwachsene
Jugendliche

Der Sauerstoffkreislauf

Vom Blatt in den Körper.

Lebensraum

Wiese
Wald
See
Berg
Fluss/Bach

Kohlenstoff und Sauerstoff sind die zwei wichtigsten Atome für das Leben auf unserem Planeten. In einem ständigen Kreislauf werden Kohlenstoff und Sauerstoff von den Lebewesen aufgenommen und abgegeben: Wir Menschen nehmen beim Einatmen Sauerstoff auf, beim Ausatmen geben wir Kohlenstoff ab. Die Pflanzen wiederum nehmen den Kohlenstoff über winzige Öffnungen in den Blättern auf, um zu wachsen, und geben dafür Sauerstoff ab. Jedes einzelne Kohlenstoffatom in ihrem Körper hat diesen Kreislauf schon viele Male durchwandert, jedes war schon einmal Bestandteil einer Pflanze.

Suchen Sie sich einen angenehmen Platz unter Bäumen. Lassen Sie Ihre Atmung ruhig werden. Atmen Sie mehrmals tief ein und aus. Stellen Sie sich dabei vor, Sie atmen den Sauerstoff, den die Bäume ringsherum produzieren, in Form einer grünen Wolke ein.

Jetzt konzentrieren Sie sich auf das Ausatmen. Beim Ausatmen geben ihre Lungen Kohlenstoff an die Atemluft ab. Folgend Sie in der Vorstellung Ihrer Atemluft. Sie strömt aus Mund und Nase und steigt in das Kronendach auf. Die Blätter der Bäume nehmen diesen Kohlenstoff auf, um zu wachsen.

Spüren Sie Ihren Körper und stellen Sie sich vor, wie er Teil dieses Kreislaufs ist, ein ewiger Austausch von Sauerstoff und Kohlenstoff zwischen Pflanze und Mensch. Bei jedem Atemzug stehen Sie mit diesem Kreislauf in Verbindung.

Atmen Sie noch ein paarmal tief ein und aus.

 

Quelle: David Bröderbauer

 

Erleben

Geschichte
Kreativ
Wahrnehmung

Jahreszeit

Symbol

Frühjahr

Symbol

Sommer

Symbol

Herbst

Symbol

Winter

Dauer

10 Min

Alter

Jedes Alter

Im Gespräch mit der Natur

Einen Naturgegenstand näher betrachten

Lebensraum

Wiese
Wald
See
Berg
Fluss/Bach

Suche dir einen Gegenstand aus der Umgebung aus, von dem du glaubst, dass er viel zu erzählen hat. Nun versuche, so viel wie möglich über diesen Gegenstand in Erfahrung zu bringen, indem du ihm Fragen stellt:

  • Wie alt ist der Gegenstand? Wie viele Winter hat er schon erlebt?
  • Welche Oberfläche hat er? Ist er weich, glatt, rau, hart, kalt, nass, ...?
  • Trägt er auffällige Spuren? Wenn ja, woher könnten sie stammen?
  • Wie lange hat er sich wohl dort befunden, wo ich ihn gefunden habe?

Dann betrachte die Umgebung, in der du das Objekt gefunden hast und schau, wie es dorthin passt und ob es einem sofort ins Auge sticht oder ob es mit den Dingen um sich herum verschmilzt. Versuche auch, die Welt aus der Sicht des Gegenstands zu sehen. Wenn das Objekt beispielsweise ein alter Baum ist, wird es viel mehr gesehen haben, als du selbst. Wenn das Objekt ein Blatt ist, das im Frühling gewachsen ist, dann war alles, das es bis jetzt erlebt hat, eine neue Erfahrung.

Natürlich kann man  als „Gegenstand“ auch ein Tier oder immaterielle Dinge wie den Wind auswählen.

 

Quelle: Joseph Cornell, „Mit Cornell die Natur erleben“, Naturerfahrungsspiele für Kinder und Jugendliche.