Erfahren

Lebensräume
Pflanzen

Gemischter Wald

Im Übergangsbereich vom Laub- zum Nadelwald

Lebensraum

Wald

Die Zusammensetzung der Baumarten in den heimischen Wäldern wird zu einem großen Teil von der Seehöhe bestimmt. Je höher die Lage, umso kälter ist es, umso länger liegt Schnee und umso kärger sind die Böden. Mit diesen Umwelteinflüssen kommt jede Baumart anders zurecht – jede hat ihre eigene ökologische Nische, in der sie am besten gedeiht.

Laubbäume sind mit ihren frostempfindlichen Blättern generell besser an warme Temperaturen und nährstoffreiche Böden angepasst. Sie dominieren in der Ebene und im Hügelland. Die häufigsten Waldbäume sind hier Eichen, Hainbuchen und Buchen.

Nadelbäume kommen mit ihren frostharten und langlebigen Blättern besser mit Kälte und Nährstoffarmut zurecht. Ihr bevorzugtes Verbreitungsgebiet sind die höher gelegenen Gebirgslandschaften. Hier dominiert die Fichte den Wald, häufig trifft man auch auf die Lärche, die an der Waldgrenze von der Zirbe abgelöst wird.

Der Millstätter See liegt mit einer Seehöhe von 588 Metern auf einer mittleren Höhenlage. Hier fühlen sich sowohl Laubbäume als auch Nadelbäume wohl – sie mischen sich untereinander, also spricht man von einem „Mischwald“.

Die häufigste Baumart in den Mischwäldern am Südufer des Millstätter Sees ist die Buche. Dazu kommen noch Tanne und Fichte. Die Tanne fühlt sich in den Mischwäldern der mittleren Lagen besonders wohl – hier hat sie ihren Verbreitungsschwerpunkt.

Gemeinsam bilden die drei Baumarten das Rückgrat für einen artenreichen Lebensraum, in dem neben Farnen und Kräutern auch zahlreiche Tiere vorkommen. Um diese Vielfalt zu bewahren, wurden die Wälder am Südhang des Millstätter Sees unter Schutz gestellt: Sie sind Teil von Natura 2000, einem europäischen Netzwerk von seltenen und artenreichen Lebensräumen.

 

Mischwald im Herbst (C)NFI